Die Kosten beim Zahnarzt

Die Kosten für eine Behandlung beim Zahnarzt können in Deutschland zum Teil sehr stark variieren. Dabei betreffen die Preisdifferenzen sowohl die eigentliche Leistung des Zahnarztes (d.h. das Zahnarzt Honorar) als auch die mögliche Leistungserbringung von Zulieferern wie Zahnlaboren.

Zahnarzt-Honorar

Grundsätzlich ist ein Zahnarzt über die so genannte GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) gebunden und kann pro Einzelleistung nur einen bestimmten, in der GOZ geregelten Gebührensatz abrechnen. Da jedoch der “Schwierigkeitsgrad” einer bestimmten Behandlung von Patient zu Patient sehr variieren kann, hat der Zahnarzt die Möglichkeit, einen so genannten Hebelsatz anzuwenden. Das bedeutet konkret, dass er den in der GOZ angesetzten Gebührensatz mit einem Faktor multiplizieren kann.

Ein sehr günstiger Zahnarzt könnte bei einfachen Umständen einer Behandlung zum Beispiel nur den Faktor “1” ansetzen, so dass der in der Gebührenordnung angegebende Gebührensatz mit 1 multipliziert würde. Im Gegensatz dazu kann ein “teurer” Zahnarzt bei komplexen Umständen einer Behandlung auch einen Faktor von 3,5 oder sogar höher ansetzen. Das bedeutet, dass die Kosten der Behandlung damit signifikant teurer werden. Beträgt zum Beispiel die gemäß GOZ abzurechnende Kostennote 100 Euro, würde der Zahnarzt im ersten Fall 100 Euro abrechnen, in dem zweiten Fall jedoch 350 Euro. Daher ist es sehr wichtig, dass sich Patienten explizit vom Zahnarzt aufklären lassen, warum er welchen Hebelsatz im Rahmen eines Heil- und Kostenplanes ansetzt. Sollten Sie sich unsicher sein, ob der Hebelsatz gerechtfertigt ist, sollten Sie auf jeden Fall einen weiteren Zahnarzt aufsuchen und eine Zweitmeinung bzw. ein Zweitangebot einholen. Neben dem Zahnarzt-Honorar, das die Kosten einer Behandlung bestimmt, kommen zudem die Laborkosten.

Kosten des Zahnlabors

Bei vielen Behandlungen wird ein großer Teil der Kosten durch das Labor bestimmt – oftmals machen die Laborkosten deutlich über 50% der eigentlichen Kosten einer Zahnbehandlung aus. Für den Zahnarzt sind die Laborkosten in der Regel ein “durchlaufender” Posten, so dass er die Rechnung des Labores mit einem kleinen Aufschlag direkt an den Patienten weitergibt. Die Preise von Laboren sind zwar auch in einzelnen Bereichen geregelt, es gibt dennoch jedoch zum Teil ganz massive Preisunterschiede.

Da sich Zahnärzte oftmals an ein einzelnes Labor binden (da sie ja auch dafür verantwortlich sind, dass das Labor eine sehr gute Arbeit abgibt), hängt somit der Gesamtpreis einer Behandlung eines Zahnarztes ganz wesentlich von der Auswahl des Zahnlabores ab. In den letzten Jahren gibt es einige Labore, die die zeitaufwändigen Arbeitsschritte zum Beispiel in Osteuropa oder Asien erbringen lassen und damit die Laborarbeiten zum Teil deutlich günstiger anbieten können. Allerdings ist hier fraglich, ob diese Laborarbeit auch wirklich dasselbe Qualitätsniveau hat wie eine Laborarbeit, die aus einem Labor kommt, das in der Nähe des Zahnarztes arbeitet und somit zum Beispiel bei Farbbestimmungen o.ä. auch direkt den Patienten persönlich sehen kann.

Wenn Sie unsicher sind, ob die Kosten, die Ihr Zahnarzt auf dem so genannten Heil- und Kostenplan kalkuliert hat, gerechtfertigt sind, sollten Sie auf jeden Fall eine Zweitmeinung eines anderen Zahnarztes einholen oder im Internet einen Zahnarzt-Preisvergleich durchführen.

Zu den einzelnen Behandlungen und deren Kosten:

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nur um Schätzungen handelt und die Kosten von Zahnarzt zu Zahnarzt deutlich variieren können.