Aufbissschiene – Kosten und Art der Behandlung

Eine Aufbissschiene kann auch bei Rückenschmerzen helfen.
Eine Aufbissschiene kann bei vielen Problemen helfen.

 

Aufbissschiene – alles Wissenswerte zu Kosten und Art der Behandlung

Stress kann dazu führen, dass sich unsere Muskeln in den Kiefergelenken verspannen. Die Folge: Wir fangen an mit den Zähnen zu knirschen und das kann langfristig zu Problemen führen. Was hilft? Eine Aufbissschiene. Doch die Kosten werden nicht immer von der Krankenkasse getragen.

Wann hilft eine Aufbissschiene?

Eine Aufbissschiene hilft besonders dann, wenn Patienten nachts mit den Zähnen knirschen. Das kann nämlich nicht nur störend auf den Partner wirken, sondern auch sehr schlecht für die Zähne und Kiefergelenke sein. Doch es gibt einen Ausweg: Wenn Betroffene nachts eine Aufbissschiene tragen, kann der Druck auf die Zähne gemindert und sogar die Muskulatur harmonisiert werden.

Die Arten der Aufbissschiene

Aufbissschienen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Obwohl es auch Aufbissschienen für den Oberkiefer gibt, werden sie in der Regel für den Unterkiefer angefertigt und eingesetzt. Eine Aufbissschiene ist auch unter anderen Namen bekannt. Zum Beispiel:

Beißschiene
Nachtschiene
Knirscherschiene
Zahnschiene
CMD-Schiene
Bissführungsschiene

Wie hilft eine Aufbissschiene

Patienten, die eine Schiene tragen, werden relativ schnell merken, dass sich die gesamte Muskelspannung im Körper ändert. Das führt auch dazu, dass die Zähne weniger belastet werden. Die Folge: Eine schnelle Besserung der ursprünglichen Beschwerden.
Noch dazu kommt, dass die Aufbissschiene auch zur Diagnostik benutzt werden kann: Nach einigen Wochen der Anwendung, zeigen sich auf der Schiene Aufbissspuren, die für den jeweiligen Patienten typisch sind. Anhand dieser Spuren kann der Zahnarzt Rückschlüsse auf die vorliegende Problematik ziehen und so eine weiterführende Therapie empfehlen.

Die Folgen ohne Schiene

Eine Aufbissschiene wird besonders dann eingesetzt, wenn Patienten nachts knirschen. Es gibt aber auch andere Fälle, in denen sie eingesetzt werden kann. Zum Beispiel dann, wenn es eine Fehlstellung der Zähne gibt, oder es zu anderen Funktionsstörungen kommt.
Gerade bei CMD, der craniomandibulären Dysfunktion, kann eine Schiene sehr gute Ergebnisse bringen. Die Folgen dieser Funktionsstörung betreffen nämlich nicht nur die Zähne und den Kauapparat, sondern den gesamten Körper – und zwar beträchtlich. Patienten, die unter CMD leiden, klagen häufig auch über

  • Tinnitus
  • Lichtempfindlichkeit
  • Auswirkungen auf das Sehvermögen
  • Muskelverspannungen
  • Rückenschmerzen

Auch diese Symptome können durch eine Aufbissschiene gelindert werden.

Eine richtige Aufbissschiene ist wichtig

Aus diesen Gründen ist es wichtig, sich für eine Aufbissschiene zu entscheiden, die genau auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Nur so kann die Schiene auch den erhofften Erfolg bringen. Das bedeutet auch, dass die Aufbissschiene von einem Profi angefertigt sein muss.
Modelle, die im Internet zu bekommen ist, sind in aller Regel nicht zu empfehlen. Das Material ist meist zu weich und die Schienen sind so konstruiert, dass sie für einen möglichst großen Personenkreis geeignet sind.
Das hat im Umkehrschluss aber auch zur Folge, dass die Schienen im Prinzip niemandem richtig passen. Und gerade bei Funktionsstörungen der Kiefermuskulatur muss das so sein. Andernfalls bleibt der gewünschte Effekt aus.

Die Kosten der Aufbissschiene

Patienten, die eine Aufbissschiene benötigen, werden sich schnell die Frage stellen, was eine solche Schiene denn kostet. Die Antwort ist jedoch nicht ganz einfach, da jeweils die individuellen Faktoren eine Rolle spielen. In der Regel kostet eine herkömmliche Aufbissschiene ungefähr 500 Euro, wobei die Krankenkassen meist die Kosten übernehmen. Sollte jedoch vorab eine sogenannte Funktionsdiagnostik nötig sein, tragen diese Kosten nicht alle Krankenkassen.
Benötigt der Patient jedoch eine CMD-Schiene, übernehmen in der Regel die Krankenkassen alle anfallenden Kosten.
Muss die Schiene erneuert oder ersetzt werden, kommen unter Umständen wiederum Kosten auf den Patienten zu. Denn nicht alle Krankenkassen tragen für diese Fälle die Kosten. Unter Umständen ist dafür nämlich ein gesonderter Zusatztarif nötig.
Unser Tipp: Fragen Sie vorab bei Ihrer Krankenkasse an, wie die Kosten für die Aufbissschiene in ihrem konkreten Fall sind. Unter Umständen können Sie so bares Geld sparen.