Der Leistungskatalog der GKV beinhaltet nur medizinisch notwendige Leistungen

Die Besuche beim Zahnarzt sind für Kassenpatienten in der Regel kostenlos. Die Redewendung “In der Regel” beinhaltet die Behandlungen, welche sich im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherer befinden. Die Kosten für Zähne füllen, Kontrolluntersuchungen und Zähne entfernen übernimmt die GKV. Nach dem Leistungskatalog sichert die Krankenkasse alle notwendigen Zahnbehandlungen ab. Diese sind nicht zu verwechseln mit Zahnersatz oder Behandlungen, die für den Patienten kostenpflichtig sind.

Spzielle Behandlungen

Anders sieht es aus, wenn es sich spezielle Behandlungen handelt. Zu diesen gehören neben Zahnersatz beispielsweise die professionelle Zahnreinigung und Bleaching. Der Zahnarzt rechnet seine Leistungen grundsätzlich nach der BEMA für Kassenpatienten und der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) für Privatpatienten ab. Kosten, welche die GOZ nicht abdeckt, gehen zu Lasten des Patienten.

Kosten zu Lasten der Patienten

Die gesetzlichen Krankenversicherer übernehmen die notwendigen Behandlungskosten. Viele Behandlungen sind ebenfalls notwendig, fehlen jedoch seit der Gesundheitsreform im Leistungskatalog der Krankenversicherer. Diese Kosten tragen die Patienten. Zahnersatz, Implantate und Verblendungen aus Keramik sowie funktionsanalytische Maßnahmen sind Behandlungen, die zu Lasten der Patienten gehen. Das ist ebenfalls bei Inlays aus Keramik oder Gold der Fall.

Schlechte Zähne

Wer schlechte Zähne hat und Zahnersatz braucht, muss tief in die Tasche greifen. Für Zahnersatz gibt es lediglich einen festen Zuschuss, der sich für Hartz-IV-Empfänger erhöht. Den größten Teil des Rechnungsbetrags bezahlt der Patient. Dieser Betrag erreicht schnell mehrere Tausend Euro, über nicht jeder Patient verfügt.

Professionelle Zahnreinigung

Die Kosten für die professionelle Zahnreinigung bezahlen Kassenpatienten aus eigener Tasche. Einige Krankenkassen gewähren einen minimalen Zuschuss. Andere rechnen die Kosten über das Bonusheft ab; hier gibt es ebenfalls einen Zuschuss; die Differenz trägt der Versicherte. Ein weiterer Nachteil des Abrechnungsverfahren ist, die Kassen gewähren den Zuschuss für eine professionelle Zahnreinigung. Zahnärzte empfehlen zwei professionelle Zahnreinigungen pro Jahr.

Fakten

Das Ergebnis zeigt, wie sehr die Gesundheitsreformen der vergangenen Jahre am Leistungskatalog für Zahnbehandlungen arbeiteten. Viele Behandlungen, die in früheren Jahren noch im Katalog vorhanden waren, fehlen und die Kosten trägt der Versicherte. War es früher die Angst vor dem Zahnarzt, hat sich diese verdoppelt. Die Mehrzahl hat Angst vor dem Zahnarzt und den Kosten.

Zusatzversicherungen

Die privaten Krankenversicherer bieten gesetzlich Versicherten den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung an. Diese füllt ganz oder größtenteils die finanzielle Lücke, die zwischen der Rechnungssumme für Zahnersatz und den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherer klafft.

Beiträge müssen gezahlt werden

Der Haken ist, keine Versicherung ist beitragsfrei. Menschen, die von Hartz IV oder Sozialhilfe leben, sind oft nicht in der Lage, die Prämien zu bezahlen. Arbeitnehmer schließen private Zusatzversicherungen, auch für Zahnersatz ab, um die Kosten für den Ernstfall zu decken.