Krankenversicherungskarte / elektronische Gesundheitskarte

Die gesetzlichen Krankenversicherer beschneiden mit jeder Gesundheitsreform ihren Leistungskatalog. Versicherte bezahlen immer mehr Behandlungen aus eigener Tasche. Was bezahlen die gesetzlichen Krankenversicherer und für welche Behandlungen muss der Versicherte selbst bezahlen?

GKV

Jedes Mitglied einer gesetzlichen Anbieter hat eine Krankenversicherungs-Karte / elektronische Gesundheitskarte. Über diese rechnen Ärzte und Zahnärzte ihre Kosten ab. Zahnärzte rechnen mit der GKV beispielsweise nachstehende Behandlungen ab.

  • Die üblichen Untersuchungen, zu denen die einfache Zahnsteinentfernung gehört,
  • Lokale Betäubung
  • Röntgenaufnahmen
  • Zahnfüllungen mit Amalgam
  • Füllungen an den Schneidezähnen mit Kunststoff
  • Zahnfleisch-Behandlungen wie Parodontose
  • Zähne ziehen
  • Prophylaxe-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche
  • chirurgische Maßnahmen
  • Zuschuss zum Zahnersatz
  • Zuschuss im Bereich Kieferorthopädie.

Der Rechnungsbetrag für die professionelle Zahnreinigung geht in der Regel zu Lasten des Versicherten. Eine Reihe gesetzlicher Krankenversicherer bezuschusst die Kosten mit einem minimalen Betrag; andere beteiligen sich großzügiger daran in Form eines Bonushefts. Beim Bonusheft sind vier bescheinigte Maßnahmen notwendig, um dies mit der Krankenkasse abzurechnen. Die Maßnahmen beziehen sich nicht nur auf den Zahnarzt, sondern auch auf Vorsorgeuntersuchungen und Sport wie beispielsweise einen Bonus für den Besuch des Fitnessstudios.

Zuschuss

Einen Zuschuss leisten die gesetzlichen Krankenversicherer bei Zahnersatz. Der Regelsatz beträgt hier 50 Prozent der Kosten, allerdings nur die der Standardbehandlungen. Ein regelmäßig geführtes Bonusheft, das alle Kontrolle dokumentiert, führt zu höheren Zuschüssen. War der Versicherte die letzten zehn Jahre regelmäßig bei der zahnärztlichen Kontrolluntersuchung, steigt der Zuschuss auf 65 Prozent.

Krankenversicherer

Die Krankenversicherer erhöhen den Zuschuss für Zahnersatz nochmals bei Geringverdiener sowie Empfängern von Hartz IV und Sozialhilfe. Fest steht, keiner der Zuschüsse reicht aus, um die Kosten für die Behandlung zu bezahlen. Oft bleibt ein Rest übrig, der bis zu mehreren Tausend Euro betragen kann und vom Versicherten zu leisten ist.

Zahnzusatzversicherung

Wer es sich leisten kann, schließt eine private Zahnzusatzversicherung ab. Private Krankenversicherer bieten für Zahnbehandlungen solche Versicherungen an, die sich nicht ausschließlich auf Zahnersatz beziehen. Anhand verschiedener Bausteine “baut” sich die Person den für Sie geeigneten Versicherungsschutz auf. Auch während eines Auslandsaufenthaltes kann der Besuch beim Zahnarzt notwendig werden. In den meisten europäischen Staaten nehmen Ärzte und Zahnärzte die Versicherungskarte des Patienten nicht gerne. Sie behandeln ihn als Privatpatient und geben ihm eine Rechnung in die Hand, die sofort fällig ist. Die Abrechnung dieser Rechnung mit der Krankenkasse in Deutschland ist kompliziert. Wer sich im Urlaub ins Ausland begibt oder sich dort für längere Zeit aufhalten will, der mit einer privaten Auslandskrankenversicherung gut bedient. Diese rechnen schnell und unkompliziert mit ihren Versicherten ab und bezahlen in der Regel die komplette Rechnung.