Mit jeder Gesundheitsreform verlor der Leistungskatalog an Umfang und Gewicht

Die Leistungen, welche die gesetzlichen Krankenversicherungen vor Jahren klaglos übernahmen, haben sich stark verringert. Kostenlos für gesetzlich Krankenversicherte sind die Vorsorgeuntersuchungen sowie verschiedene Behandlungen. Dazu gehören Karies entfernen und die entstandenen Löcher zu füllen. Auch Wurzelbehandlungen sowie Zähne ziehen und Parodontosebehandlung bezahlen die gesetzlichen Kassen ebenso wie ein Mal im Jahr die Entfernung von Zahnstein.

Schmerzen

Hat der Versicherte Zahnschmerzen, geht er zum Zahnarzt. Dieser entfernt mit dem Bohrer Karies vom Zahn und füllt das entstandene Loch. Allerdings ausschließlich mit preiswertem Material. Nur bei Zähnen im sichtbaren Bereich sind die gesetzlichen Versicherer bereit, Kunststofffüllungen zu bezahlen.

Was die gesetzlichen Versicherer nicht bezahlen

Der Bereich, den die Versicherer nicht bezahlen, wächst mit jeder Gesundheitsreform. Entscheidet sich der Versicherte bei einem größeren Loch für ein Inlay, geht ein Teil der Kosten zu seinen Lasten. Die Kasse übernimmt ausschließlich den Betrag, der für eine preisgünstige Füllung bei diesem Zahn entsteht.

Reinigung

Auch die professionelle Zahnreinigung übernehmen die Krankenversicherer nicht. Einige gesetzliche Anbieter sind bereit, einen Teil der Kosten über das Bonusheft – nicht das Bonusheft für Zahnbesuche – zu übernehmen. Andere Kassen geben keine Bonushefte aus und wieder andere rechnen mit dem Versicherten direkt ab, allerdings übernehmen auch sie nur einen Kostenanteil.

Zahnersatz

Abstriche gibt es ebenfalls beim Zahnersatz. Ist Zahnersatz notwendig, kommen entsprechend dem Aufwand schnell einige Tausend Euro zusammen. Die gesetzlichen Krankenversicherer leisten für Zahnersatz einen festgelegten Betrag, der selbst bei der günstigsten Version nicht zur Kostendeckung ausreicht. Der Anteil ist variabel und orientiert sich am Bonusheft für Zahnarztbesuche. Ist kein Bonusheft vorhanden oder der Versicherte war nicht einmal jährlich beim Zahnarzt, leisten die Kassen einen Zuschuss von 50 Prozent. Dieser Zuschuss bezieht nicht auf die tatsächlichen Kosten, sondern auf den Betrag, der für den preisgünstigsten Zahnersatz anfallen würde. Dies gehört zur Regelversorgung, welche die gesetzlichen Versicherer und die Zahnärzteschaft, die ebenfalls die Höhe der Kosten festlegten.

Regelkosten

Der Versicherte erhält 60 Prozent dieser Regelkosten, wenn er mehr als sechs Jahre einmal jährlich beim Zahnarzt war. Bei regelmäßigen Zahnarztbesuchen über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren leistet die Kasse 65 Prozent. Unter “regelmäßigen Zahnarztbesuchen” verstehen die Versicherer eine lückenlose Führung des Bonushefts. Fehlt auch nur ein Jahr, beginnt der Zeitraum von vorne.
Versicherte, die über ein geringes Einkommen verfügen, erhalten einen höheren Zuschuss, der in der Regel die Kosten für die Regelversorgung komplett deckt. Wer an Implantate deckt, ist schlecht beraten. Implantate bezahlen die Krankenversicherer nicht vollständig. Hier ist eine Zahn-Zusatzversicherung die Alternative, die Versicherte vor dem Ruin bewahrt. Mehr Informationen erwarten Sie bei kosten-zahnarzt.com.