Weisheitszahn Operation – Kosten

Normalerweise hat ein Mensch vier Weisheitszähne, die oft irgendwann im Laufe des Lebens durchbrechen. In Ausnahmefällen können auch noch weitere Weisheitszähne vorhanden sein. Für die Gebissfunktion sind sie nicht nötig und aufgrund ihrer Lage weit hinten im Kiefer sind sie oft schwer sauberzuhalten. Sind Probleme zu erwarten, kann der Zahnarzt zur Entfernung der Weisheitszähne raten. Die Operation wird dann entweder vom Zahnarzt selbst oder einem Kieferchirurgen durchgeführt.

So läuft die Weisheitszahn-Op ab:

Ein Weisheitszahn wird unter örtlicher Betäubung und Schmerzmitteln entfernt. Patienten empfinden die Operation oft als unangenehm wegen der Geräusche und dem heftigen Einsatz des Chirurgen, doch spüren sie in der Regel keinerlei Schmerzen. Auch zwei oder vier Weisheitszähne auf einmal können operativ entfernt werden. Dabei bietet sich vor allem bei Extraktion von vier Zähnen eine Vollnarkose an. Die entstehende Wunde wird in der Regel durch chirurgische Nähte verschlossen, außer der Weisheitszahn lag bereits frei und wurde lediglich gezogen. Anschließend erhält der Patient eine blutstillende Kompresse zum Draufbeißen und darf sich oft noch eine Weile im Behandlungsraum ausruhen (mehr dazu gibt es auch unter www.zahnersatzguenstig.com/Weisheitszahn-OP.html)

In Einzelfällen kann der Arzt Patienten nach der OP ein Antibiotikum verschreiben. Nach einem schweren Eingriff kann zudem ein Schmerzmittel verschrieben werden. Direkt nach der Operation wirkt das vor der OP verabreichte Schmerzmittel nach. Anschließend sollten Patienten die Wange mit speziellen Cool Packs kühlen, um Schwellungen zu vermeiden. Eis ist dazu jedoch zu kalt. Wer Schmerzmittel einnehmen will, sollte auf Acetylsalicylsäure wie beispielsweise in Aspirin verzichten, da sie die Blutgerinnung stören kann.

Nach der Operation dauert es einige Wochen, bis sich die Wunde wieder ganz schließt. In dieser Zeit sollte man vor allem in den ersten Tagen nach der OP auf Koffein, Tabak und Alkohol verzichten. Die Nahrung sollte nicht krümeln. Suppen, Brei und Fruchtmus sind eine ideale Kost nach der Weisheitszahn-OP, weil die Wunde relativ sauber bleibt und das Kauen von Nahrung nach der OP sehr schmerzhaft sein kann. Ein vorsichtiges Spülen mit kaltem Kamillentee hilft nach der Mahlzeit, die Wunde zu desinfizieren. Dazu kann auch eine spezielle Mundspüllösung aus der Apotheke verwendet werden. Die Zahnreinigung sollte in der Rekonvaleszenz mit einer Zahnbürste mit weichen Borsten erfolgen. Sport und Sauna sind zu meiden. Bei einer Nachuntersuchung kontrolliert der Arzt die Wundheilung. Treten vorher Komplikationen auf, sollte man gleich zum behandelnden Arzt. Falls die Arztpraxen dann geschlossen haben, erfolgt der Gang zur Notfallpraxis, deren Adresse man per Hotline erfahren kann, oder Ambulanz der Zahnklinik.

Die Kosten der Operation:

Entscheidet man sich für die operative Entfernung, werden die Kosten für örtliche Betäubung und Extraktion von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Kosten für eine Narkose werden dagegen nur in Ausnahmefällen erstattet, beispielsweise wenn gesundheitliche Gründe gegen die Betäubung sprechen, der Weisheitszahn schwierig zu entfernen ist oder nachweislich eine besondere Angststörung vorliegt. Die private Krankenversicherung zahlt je nach Versicherungsart oder Tarif. Hier sollten Versicherte sich vor der Entscheidung zur OP direkt an ihre Kasse wenden, um alle Fragen zur Kostenübernahme zu klären. Wer die Kosten für eine Vollnarkose oder Dämmerschlaf selbst übernehmen will, muss mit mindestens 80 Euro für Dämmerschlaf oder 250 Euro für eine Narkose rechnen. Genaue Kosten erfährt man bei der Klinik.