Zahnarztangst?

 

Die Angst vor dem Zahnarzt

rztin im weissen Kittel und Stethoskop mit verschrnkten ArmeEs gibt nur wenige Menschen, denen kein beklemmendes Gefühl haben, wenn der Zahnarztbesuch ansteht. Bei einigen Personen ist die Angst so gewaltig, dass sie nur unter Vollnarkose behandelt werden können. Vollnarkose ist beim Zahnarzt nicht standardmäßig. Die Regel ist, der Zahnarzt behandelt, wenn gewünscht, unter lokaler Betäubung. Deshalb sind die gesetzlichen Krankenversicherer auch nur in Ausnahmefällen gewillt, die Kosten für die Vollnarkose zu übernehmen.

Wann zahlt die Kasse für Vollnarkose

Die gesetzlichen Krankenversicherer bezahlen die Vollnarkose nur, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Zu dieser zählen Kinder unter zwölf Jahren, die aus Angst gegen den Zahnarzt arbeiten und nur unter Vollnarkose behandelt werden können. Auch Patienten, die unter schweren Störungen des Bewegungsapparates leider oder aufgrund ungenügender Zusammenarbeit bei geistiger Behinderung unter örtlicher Betäubung nicht behandelbar sind. Auch sogenannte Angstpatienten und Personen, bei denen aufgrund Vorerkrankungen und Allergien keine lokale Anästhesie möglich ist. Patienten, die vor einer Operation stehen, die unter Vollnarkose durchgeführt wird.

Was bezahlt der Patient?

Patienten, die in der gesetzlichen Krankenversicherung krankenversichert sind, bezahlen eine Vollnarkose in der Regel aus eigener Tasche. Ausnahme ist der oben beschriebene Personenkreis. Die Vollnarkose kostet pro Stunde rund 250 Euro, für jede weiteren 30 Minuten kommen nochmals 50 Euro hinzu. Günstiger ist die Behandlung im Dämmerschlaf; diese kostet zwischen 80 und 180 Euro.

Die Kostenübernahme durch den Krankenversicherer hängt bei Privatpatienten vom gewählten Tarif ab. Ob durch die PKV eine Kostenübernahme möglich ist, ist vor der Behandlung mit dem jeweiligen Sachbearbeiter des Anbieters zu klären und, wenn die PKV die Kosten übernimmt, eine Kostenzusage anzufordern.

Kosten sparen

Wer beim Zahnarzt, beispielsweise wenn mehrere Zähne gezogen werden müssen, auf eine Vollnarkose besteht, muss die Kosten dafür selbst tragen. Um die Kosten für die Vollnarkose zu sparen, kann der Zahnarzt die Zähne auch einzeln in mehreren Sitzungen ziehen. Dazu reicht eine lokale Anästhesie aus.

Krankenzusatzversicherungen

Auf dem Markt sind einige private Krankenversicherer vertreten, die eine Zahnzusatzversicherung mit Narkose-Leistungen anbieten. Es gibt zwar nicht viele Versicherungen, welche diese Leistungen anbieten, doch wer Angst vor dem Zahnarzt hat oder eine größere Behandlung zu erwarten ist, der ist mit einer solchen Versicherung bestens bedient.

Allerdings bezahlen die meisten Versicherer nicht für jede zahnärztliche Behandlung die Vollnarkose. Bei einigen Anbietern sind diese Leistungen beschränkt auf Beträge zwischen 200 und 250 Euro. Unbegrenzt leistet ein Anbieter mit zwei Tarifen, allerdings nur, wenn die Vollnarkose medizinisch notwendig ist. In letzterem Fall leisten auch die gesetzlichen Krankenversicherungen; weshalb solche Konditionen nicht extra bezahlt werden müssen.