Zahnarztkosten werden nicht immer übernommen

Nachdem die gesetzlichen Krankenversicherungen kontinuierlich ihren Leistungskatalog beschneiden, hat sich die Angst vor dem Zahnarzt verdoppelt. Für den Erhalt eines strahlenden Lachens ist eine ordentliche Mundhygiene die einfachste und günstigste Methode. Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherungen haben aktuell einen gesetzlichen Anspruch auf eine notwendige und ausreichende Behandlung. Ist Zahnersatz fällig, muss der Patient tief in die eigene Tasche greifen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen nur noch einen geringen Zuschuss, in Härtefällen den doppelten Betrag. Ein Härtefall ist eine Person, die beispielsweise Sozialhilfe oder Hartz IV bezieht. Bei den Zuschüssen handelt es sich um Festbeträge, die sich in keiner Weise am Befund orientieren.

Zuschüsse

Der Zuschuss, den die gesetzlichen Krankenversicherungen gewähren, deckt nicht die Kosten für Zahnersatz in seiner günstigsten und einfachsten Form. Seit 2005 fordern verschiedene gesetzliche Krankenversicherungen von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent. Dieser Zusatzbeitrag hat nichts mit den Kosten für Zahnersatz zu tun, er dient in der Regel für die Kosten der Verwaltung.
Befindet sich der Patient in einem Arbeitsverhältnis, ist er in der Lage, die Kosten für eine Zahnzusatzversicherung zu tragen. Hier gibt es verschiedene Angebote, auch solche, die keine Wartezeit beinhalten. Wichtig ist, die Behandlung beginnt erst, wenn der erste Beitrag überwiesen und die Police “aktiviert” ist. Mit einer Zahnzusatzversicherung besteht die Möglichkeit, die Lücken zwischen der Forderung des Zahnarztes und dem Zuschuss der GKV zu schließen.

GKV trägt nicht alle Kosten

Neben Zahnersatz gibt es weitere Behandlungen, deren Kosten die gesetzlichen Krankenversicherungen in der Regel nicht tragen. Dazu gehört die professionelle Zahnreinigung. Einige Krankenversicherungen erstatten ihren Mitgliedern einen Teilbetrag für die professionelle Zahnreinigung über das Bonusheft ab. Das gibt es auch nicht bei jeder gesetzlichen Krankenversicherung. Der Zuschuss über das Bonusheft deckt nicht die gesamten Kosten, doch immerhin einen gewissen Teil der Rechnung.

Bonusheft

Im Bonusheft nicht enthalten und von der gesetzlichen Krankenversicherung im besten Fall teilweise übernommen, ist die Parodontosebehandlung. Zu dieser Behandlung kommen meist noch die Kosten für eine Laboruntersuchung der Bakterien und Keime hinzu. Die von einigen Zahnärzten angebotenen Vorbehandlungspakete kosten zwischen 100 und 400 Euro. Kosten, die der Versicherte allein trägt. Auch die Therapie mit Plasma und Laser sind im Leistungskatalog der Krankenversicherer ebenso wenig enthalten wie die Kosten für die Nachsorge.

Fazit

Ist eine Parodontosebehandlung notwendig, muss der Versicherte diese nicht geringen Kosten selbst tragen. Ist der dazu nicht in der Lage, kann die nächste Diagnose “Zahnersatz” sein. Auch für diesen beteiligen die gesetzlichen Krankenversicherer ihre Mitglieder ohne Rücksicht darauf, ob sie ein Unternehmen managen, Hartz IV beziehen oder auf Hilfe vom Sozialamt erhalten.